Lehrkonzeption für Fotografie im Bereich Kommunikationsdesign

Modul I – Fotografie

Im Modul I werden Grundlagen der Geschichte, der Technik und des Einsatzes der analogen wie digitalen technischen Bildmedien vermittelt. Die Lernenden üben Grundlagen der Technik und der Bildkomposition anhand von praktischen Themenstellungen, die auf den Funktionsweisen der technischen Bildmedien aufbauen. Diese Bildkompositionsregeln werden auf analoge und digitale Weise nachvollzogen.
Unerlässlich ist das Kennenlernen historischer Positionen der Fotografie-, Film- und Kunstgeschichte, die in Referaten und Vorträgen sowie auf Exkursionen in entsprechenden Ausstellungen angeeignet werden. Der neugierige und distanzierte Blick zurück öffnet den Blick nach vorn.
Wichtig ist die Bildanalyse, die als Instrumentarium für Analyse und Kritik entwickelt wird, die sich ebenso auf aktuelle Resultate aus Kunst und Gestaltung sowie auf die eigene Arbeit anwenden lässt.

Modul II – Fotografie

Im Modul II werden die praktischen und theoretischen Lernziele des ersten Moduls weiterentwickelt und vertieft. Die Lernenden präzisieren ihre individuellen künstlerisch-gestalterischen Positionen an komplexen Bildthemen und Aufgabenstellungen. Eigene bildmediale Konzeptionen zu erstellen und auch adäquat umsetzen zu können, steht im Mittelpunkt.
Dazu gehört neben der begründeten Wahl von Bildrhetorik und technischen Mitteln die Fähigkeit, Fotografie im gesellschaftlichen, im künstlerischen wie im kommerziellen Kontext verorten zu können. Im kritischen und selbstkritischen Diskurs werden die Bedingungen der Herstellung und der Wahrnehmung öffentlicher Rezeption erörtert.
Die angehenden Designer und Designerinnen sollten dabei ein Bewusstsein für die „Macht des Bildes“ erhalten. Strategien und Methoden der Inszenierung und des Bildessays werden ebenso angeeignet wie Verfahren der Bilddokumentation und Bildreportage.
Interdisziplinäres Arbeiten soll im Vordergrund stehen – hinsichtlich der Themenwahl, Teilnahme an Wettbewerben, Zusammenarbeit mit Redaktionen und Agenturen und eventueller Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen in einzelnen Projekten, um realitätsnahe und aktuelle Lehrinhalte zu gewährleisten.

© Dipl. Des. Thomas Zika, Fotografie Dozent