Die ecosign
Seit nunmehr fünfzehn Jahren bietet die ecosign/Akademie für Gestaltung ein in Deutschland einmaliges Lehrangebot an, das Design und Nachhaltigkeit in einen interdisziplinären Kontext stellt. Die starke wissenschaftlich-konzeptionelle Ausrichtung gewährleistet, dass die Studierenden nicht einfach nur lernen „schön zu gestalten“, sondern dies ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit tun: mit Sinn, Substanz und dem Bewusstsein einer Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt.
Curriculum scolae
Juli 1994
Karin-Simone Fuhs eröffnet im Maarweg 68, Köln-Braunsfeld, die ecosign/Akademie für Gestaltung mit dem Anspruch, Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept in den Lehrplan für die angehenden GestalterInnen einzubinden − und dies zu einer Zeit, als „Nachhaltigkeit“ noch ein in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannter Begriff war, bevor die PR-Abteilungen aus Politik und Wirtschaft ihn Jahre später zu einem seichten Trend zweckentfremdeten.
1.Oktober 1994
Achtzehn vom Konzept der ecosign überzeugte Studenten lassen sich auf das Abenteuer ein − das erste ecosign-Semester beginnt. Bereits damals mit von der Partie war Sylke Lützenkirchen, die heute, nach einer mehrjährigen Babypause, wieder als Dozentin an der ecosign Kommunikationsdesign lehrt.
April 1996
Mit dem Unternehmen Display + Design findet die erste projektbezogene Kooperation statt. Für die teilnehmenden Studenten galt es, innovative Rahmensysteme zu entwickeln. Seitdem folgten viele weitere studentische Projekte mit Unternehmen und Organisationen. Die ecosign sucht sich ihre Kooperationspartner dabei immer sehr bewußt aus, darunter z.B. Biomöbel Genske, DaimlerChrysler, die Deutsche Aids Hilfe, die Klima-Allianz, Misereor, Missio, die Stadt Köln, Transfair und Unicef.
Oktober 1996
Zum ersten Mal organisieren die ecosign-Studenten eine öffentliche Semester-Abschlusspräsentation. Findet diese 1996 noch in den kleinen Akademie-Räumen im Maarweg statt, ist schon ein paar Semester später wegen des großen Andrangs eine Vergrößerung nötig. Vom kleinen Programmkino „Lupe“ über das schon etwas größere „Off Broadway“ landet die Abschlusspräsentation des Sommersemesters 2009 schließlich im 360 Sitzplätze fassenden „Cinenova“-Kino in Köln-Ehrenfeld.
März 1999
Die Räume im Maarweg (Köln-Braunsfeld) werden zu klein, daher zieht die mittlerweile gut etablierte ecosign in die Kölner Innenstadt um. Für die nächsten zehn Jahre soll die Adresse im Mauritiussteinweg das Zentrum des Lernens, Kommunizierens und Gestaltens der angehenden ecosigner sein.
Oktober 1999
Daniel Funk wird stellvertretender Direktor der ecosign. Seitdem hat er nicht nur stets ein gutes Auge auf die Finanzen und die technische Ausstattung der ecosign, sondern auch immer ein hörendes Ohr für die Studenten.
Juli 2000
Mit ihrer Abschlussarbeit „Multimorph“ gewinnt die ecosignerin Christina Padberg eine Auszeichnung beim Lucky Strike Award− viele weitere Auszeichnungen für ecosigner sollten folgen.
Januar 2001
Auf Initiative der Studenten Roman Gogowski und Markus Möhlmann hin nimmt die ecosign erstmals an der jährlich in Köln stattfindenden Ausstellung „Passagen“ teil, auf der Fachpublikum und interessierter Öffentlichkeit aktuelle Design-Innovationen präsentiert werden. Die Ausstellung der ecosign entwickelt sich über die Jahre vom Geheimtipp zum Publikumsmagneten. Die auf den Passagen 2007 ausgestellte Abschlussarbeit von David Olschewski beispielsweise wird zu einem Selbstläufer mit Interessenten und Rezensionen aus der ganzen Welt.
August 2001
Die ecosignerin Claudia Türp gewinnt mit ihrer Abschlussarbeit den mit 50.000 Euro dotierten Sappi-Preis. Mit dem Preisgeld realisiert sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Anne Fuchs und Jana Dittrich − zu dritt gründen sie die Agentur nonmodo − eine Kampagne zum Thema Down-Syndrom.
Februar 2005
Das erste von zahlreichen weiteren internationalen Projekten startet: Ein gemeinsames Projekt mit der Nagoya University of Arts in Japan, durchgeführt von Prof. h. c. Helmut Langer, sorgt für einen Dialog der Kulturen. Japanische und deutsche Studenten gestalten Plakate über das jeweils andere Land. Die faszinierenden Ergebnisse gehen auf Wanderausstellung in Deutschland und Japan.
Juli 2005
Eine weitere kleine Anekdote über den Erfolg der ecosign-Studenten: In dem unter allen deutschen Design-Hochschulen ausgelobten Wettbewerb für das Berliner leichtathletikfestival ISTAF gehen von den zehn ausgezeichneten ersten Plätzen allein sechs an ecosigner.
Juni 2006
Die neue Homepage der ecosign, gestaltet vom Designbüro „komsign“ der ecosign-Absolventin Blanka Herold, geht an den Start und gewinnt den Red Dot Award. Außerdem wurde die Seite für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert und in das „Annual Multimedia“ als Trendsetter aufgenommen.
April 2006
Der Akademie-Hund Carlos „Carlito“ Nowack übernimmt das Regiment
und jagt renitenten Studenten allein durch sein Aussehen
Angst und Schrecken ein.
September 2007
ecosign-Student Tobias Battenberg initiiert den Weblog „ecolog“ (www.eco-log.de), der Arbeiten von ecosignern und anderen nachhaltig gestaltenden Kreativen vorstellt und unter dem Motto „It‘s not easy bein‘ green“ gesellschaftliche Themen rund um Nachhaltigkeit zur Diskussion stellt.
September 2008
Die Gründerin der ecosign, Karin-Simone Fuhs, wird wegen ihrer Verdienste um die Bewusstseinschaffung für Nachhaltigkeit für den Utopia Award nominiert.
September 2008
Die ecosign ist Mitinitiator von SMART, dem bislang größten internationalen Projekt für nachhaltige Bildung. Das mit dem UNEP/Wuppertal Institute collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) und zehn Partner-Colleges in Australien, Chile, China, Indien, Italien, Japan, Peru, Russland, USA, und Zimbabwe entwickelte globale Projekt wird als „Offizielles Projekt 2008/2009 der UN-Weltdekade“ ausgezeichnet.
April 2009
Endlich ist es soweit: Das Sommersemester 2009 wird in den neuen Räumlichkeiten der ecosign in der Vogelsanger Str. 250 willkommen geheißen. Auch wenn noch gehämmert, gehobelt und gebohrt wird, ist schon zu diesem Zeitpunkt zu erahnen, wie schön die neue Heimstätte der ecosign im Designquartier Ehrenfeld wird.
September 2009
Die ecosign ist Mit-Veranstalter der internationalen Konferenz „The Future of Sustainable Products and Services“ in der Essener Zeche Zollverein. Experten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit aus Wirtschaft, Forschung und Politik vernetzen sich und arbeiten an Ideen und Entwürfen für eine nachhaltigere Gesellschaft.
September 2009
Mit einer Reihe von renommierten Kooperationspartnern − den
Universitäten Wuppertal und Luzern, der Folkwang Hochschule,
dem Wuppertal Institut sowie dem CSCP) organisiert die ecosign
die internationale First Sustainable Summer School. Unter dem
Motto „value trough less“ wird eine Woche lang intensiv zum
Thema Nachhaltiges Design gearbeitet.
Oktober 2009
Aus dem kleinen, ambitionierten Projekt, das Karin-Simone Fuhs im Jahr 1994 mit einer Handvoll Dozenten und Studenten startete, ist eine feste Instanz geworden, die aus der Kölner Design- und Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken ist.
17.Oktober 2009
Viele nette Menschen und interessante Persönlichkeiten kommen, um bei der offiziellen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der ecosign dabei zu sein − Vielen Dank, dass Sie gekommen sind!