Status

Die Akademie ist als private Ergänzungsschule gem. §2 Abs. 2 Bafög für den
3 1/2-jährigen Ausbildungsgang (ausgenommen Vorbereitungssemester) als gleichwertig mit dem Besuch einer öffentlichen Berufsfachschule anerkannt.

Ecosign – eine staatlich unabhängige Akademie

Warum wir auf Bachelor- und Masterabschlüsse verzichten.

Die ecosign bietet allen Studierenden ein qualitativ hochwertiges Lehrkonzept und somit eine Ausbildung auf höchstem Niveau an, die zugleich einzigartig in Deutschland ist. Um dieses Niveau erreichen zu können, verzichten wir zur Zeit noch auf konventionelle Bachelor- und Masterabschlüsse. Die Überlegungen und Erfahrungen, die zu dieser Entscheidung geführt haben, möchten wir im Folgenden kurz darlegen.
Juristisch gesehen ist die ecosign eine „Ergänzungsschule“. Diese Bezeichnung wurde eingeführt und etabliert, damit auch moderne, innovative und junge Branchen, in denen das Universitätssystem keine traditionellen Abschlüsse vergibt, flexible Ausbildungsmöglichkeiten bieten können. Was sich zunächst einmal, allein durch die Begriffe „Schule“ und „Ergänzung“, anhört wie eine weniger angesehene Institution, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Vorteil. Ergänzungsschulen in NRW bieten Bildungsgänge, Lehrkonzepte oder Abschlüsse an, die an staatlichen Einrichtungen weder angeboten noch vorgesehen sind. Ergänzungsschulen „ergänzen“ also das staatliche System und haben daher oft den Status eines ganz besonderen Ausbildungsangebotes, da genau diese Angebote von staatlicher Seite fehlen. Als „Ergänzungsschule“ sind wir staatlich unabhängig, d.h. in allererster Linie, dass wir selbst die Qualität der Ausbildung, die Vielfalt des Angebotes und die Inhalte bestimmen können. Wir müssen keine Abstriche aufgrund staatlicher Auflagen, Regelungen und Beschränkungen machen. Wir können also gerade deshalb so innovativ, branchengerecht und nah am Menschen ausbilden, weil wir staatlich unabhängig sind. Das heißt auch, dass wir notwendige Investitionen kurzfristig beschließen können und uns mit dem Lehrplänen und Seminarangeboten inhaltlich auf den Bedarf unserer Studierenden einstellen können und dies auch jedes Semester aufs Neue tun.
Wir wählen diesen „privaten“ Weg, weil die Vorteile aus unserer Sicht klar überwiegen: Abgesehen von der oben bereits erwähnten Selbstbestimmung sind wir beispielsweise nicht von der komplizierten Hochschulgesetzgebung abhängig, wir können selbst entscheiden, wie die Lehrinhalte aussehen, wie wir sie gewichten und was wir zusätzlich an Lehrinhalten mit in unser Lehrkonzept aufnehmen. Unsere Studierenden können und dürfen die Inhalte sogar mitbestimmen und mitgestalten.
Dazu kommt, dass mittlerweile in der freien Wirtschaft, in der Industrie und auch in den Kreativbranchen der Bachelorabschluss zusehends an Ansehen verliert. Die Anforderungen einer BA-Abschlussarbeit entsprechen ungefähr dem der Zwischenprüfung an der ecosign. Vielen Studierenden und auch Arbeitsgebern gilt das BA-Studium daher als ein „Schmalspurstudium“, das in drei verschulten Jahren – ohne Berufspraxis – weder fundierte Praxis noch Theoriekenntnisse vermittelt. Firmen haben in einer Umfrage der mediagroup Brandenburg im Jahr 2007 angegeben, sie würden versuchen „noch die letzten Diplomleute abzugreifen, da wir mit den Bachelorabsolventen keine guten Erfahrungen gemacht haben – zu jung, zu schlecht ausgebildet und sozial nicht immer kompetent, da sie keine Zeit hatten während der 3 Jahre Studium sich auch noch so etwas wie Lebens- und Sozialpraxis anzueignen.“
Des Weiteren ist es so, dass in der Designbranche bei einer Bewerbung eine überzeugende Mappe, neben dem persönlichen Eindruck, das mit Abstand wichtigste Kriterium ist, und nicht der Abschluss auf dem Papier. In der führenden Designzeitschrift Page in der Ausgabe 04/2007 heißt es dazu beispielsweise: „Einen staatlich anerkannten Abschluss zu haben ist heutzutage nicht mehr wichtig – die Ausbildungen sind vielfältig, was zählt sind Persönlichkeit, Auftreten und natürlich eine herausragende Bewerbungsmappe.“
Wir bieten intensive Einzel- und Gruppenbetreuung an, mit denen keine staatliche Hochschule mithalten kann. Über 40 Lehrende betreuen die ca. 200 Studierenden. Die Maximalgröße der Seminare/Vorlesungen liegt bei 25 Personen. Seminargruppen von unter 10 Personen sind keine Seltenheit. In der Abschlussphase bestimmen unsere Studierenden selbst, wie intensiv die Betreuung sein soll. An der ecosign gibt es keine Professorenzimmer, vor denen man in einer Schlange mit seinen Kommilitonen sitzen muss, um ein kurzes Gespräch zu führen. Und vor allem fließen die Studiengebühren in die Lehre und nicht in die Verwaltung. Genau dieser Umstand garantiert zusammen mit dem hohen Anspruch der Akademie eine individuelle Betreuung, die es erlaubt, jeden Studierenden gemäß seinen Stärken zu fördern. Auch ist dadurch ein komplexes und vielseitiges Angebot an Ausbildungsinhalten möglich. Würden diese Investitionen, die jetzt in die Lehre und den Lehrkörper fließen, umgeschichtet auf verwaltungstechnische Aufgaben, würde die Qualität der Ausbildung darunter leiden.
Eine falsche Annahme ist auch, dass bei einer staatlichen Anerkennung weniger Kosten für die Studierenden anfallen würden – dem ist nicht so. Staatliche Anerkennung bedeutet nicht, dass die Hochschule Geld vom Staat bekommt, im Gegenteil: Die immensen Auflagen, wie zum Beispiel das Einstellen von Professoren, müssten zum Teil von den Studierenden mitgetragen werden, was bedeuten würde, dass die Akademie nur noch für einige Wenige finanzierbar wäre. In diesem Fall wären aber nicht mehr Können, Talent und Motivation entscheidend, um hier einen Abschluss zu machen. Demzufolge wäre auch eine Auswahl einzelner potentieller Studierender nicht mehr möglich.
Ein Studium bei uns bringt enge Kontakte zu den Dozenten und der Akademieleitung mit sich. In langen Arbeitstreffen mit gleich mehreren Dozenten erhalten die Studierenden konstruktives und intensives Feedback zu ihren Arbeiten und das sogar in den Semesterferien oder, wenn nötig, auch per Mail oder am Telefon. Die Unabhängigkeit von staatlichen Geldern und Vorgaben macht die Akademie und die Dozenten sehr flexibel. Auf die Qualität der Lehrenden wird großen Wert gelegt, an der Akademie erwartete Sie also keine „Beamtenmentalität“. Hinzu kommt, dass durch unsere aufwendige Qualitätsprüfung bei der Einstellung der Dozenten und das enge Feedback durch die Studierenden hier nur langfristig unterrichten kann, wer die entsprechenden Qualifikationen mitbringt und sie in der Lehre fachlich und pädagogisch auf hohem Niveau umsetzt.
Die ecosign wird sich erst dann um eine staatliche Anerkennung bemühen, wenn diese einzigartige Ausbildungsqualität und die Ansprüche, die wir an eine gute Lehre stellen dadurch nicht gefährdet sind. Die hohe Qualität unserer Abschlüsse führt schon jetzt dazu, dass Sie an einer englischen und österreichischen Partnerhochschule optional einen Masterabschluss erwerben können.
In den 15 Jahren ihres Bestehens hat sich die ecosign einen hervorragenden Ruf bei potenziellen Arbeitgebern erworben, den wir vor allem auf die gestalterische, intellektuelle und soziale Kompetenz unserer Absolventen zurückführen, die den geschützten Titel ecosigner® führen dürfen. Wir glauben, dass diese hohe Qualität der Ausbildung auf unserem innovativen Lehrkonzept beruht, das sich nicht in das unzeitgemäß bürokratische Korsett von Bachelor und Master pressen lässt. 

Aktueller Artikel aus der Zeitschrift pocketPAGE.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an Daniel Funk unter funk@ecosign.net.