Vortrag von Dr. Christoph Werth
In seinem Vortrag gab Dr. Christoph Werth einen Überblick über die Medienentwicklung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der deutschen Wiedervereinigung 1990. Er analysierte, was Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt eigentlich bedeuten. Im Fokus standen dabei die Medien im Schnittpunkt parteipolitischer Interessenlagen, innenpolitischer Kräfteverhältnisse und wirtschaftlicher Verflechtungen. Beleuchtet wurden von ihm aber auch die politischen Umstände bei der Etablierung der privaten Sender, die Veränderungen der Medienlandschaft in den letzten Jahren, und die Korruptionsanfälligkeit von Medien.
Der Medienexperte Dr. Christoph Werth ist seit 1990 auf dem Gebiet der Medienpolitik tätig. Er hat im Deutschen Bundestag gearbeitet, war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Euquete-Kommission „Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft – Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft“ des Deutschen Bundestages (1996–1998) und Geschäftsführer des Forums Informationsgesellschaft der Bundesregierung (1998–2000). Er lehrte an der Universität Bonn und an der Bauhaus-Universität Weimar. Seit dem Jahr 2000 lehrt er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Medienpolitik, Medienethik und Politische Theorie. Seit Oktober 2006 lehrt er zudem an der Universität Erfurt.



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