Lena
7 Uhr am Montag Morgen. Der Wecker klingelt und ich hab keine große Lust aufzustehen. Langsam fertig machen und dann zum Zug. Wenn die Bahn pünktlich kommt, bin ich auch um 9 Uhr zum Unterricht da. Dieses Semester hab ich Modellbau von 9 bis 12, der Kurs ist nicht so stressig für mich, weil ich das Modell nicht für einen bestimmten Kurs brauche, ich mach es einfach nur so zum ausprobieren. Mittags hab ich frei, weil ich unbedingt den Kurs von 16:30 bis 18:00 Uhr haben wollte. In der Zwischenzeit gehe ich durch die Stadt, erledige noch ein paar Sachen und um halb 5 bin ich in der ecosign, weil Designgeschichte anfängt. Der Kurs ist echt toll, man wird hier wieder wach, weil es nicht so langweilig ist, es macht sogar Spaß. Um 19 Uhr bin ich dann endlich zuhause, da kann ich mich trotzdem nicht gleich wieder ins Bett legen, was ich am liebsten tun würde. Ich hole meine Sachen raus, die ich für Morgen brauche und versuche die Aufgaben zu vervollständigen, die ich angefangen habe, nebenbei mache ich mich fertig zum schlafen gehen, duschen etc. So gegen 1 oder 2 Uhr liege ich dann endlich im Bett und die Augen fallen mir direkt zu. 6:30 Uhr klingelt der Wecker schon wieder und um 7 steh ich dann auf und wieder dasselbe wie gestern. Um 9 Uhr bin ich in der ecosign und habe Philosophiegeschichte. Das Fach ist nicht so toll für 9 Uhr, weil man da nachdenken muss, die meisten schlafen noch nebenbei. Dann geht’s so weiter und heute bin ich kurz nach 8 zuhause und total kaputt, deswegen gehe ich auch schon um Mitternacht schlafen. Mittwoch ist ein toller Tag, ist zwar auch lang, aber es ist der letzte Unterrichtstag für mich in der Woche und der letzte Kurs, den ich da hab, ist „Music meets Art“. Es ist richtig erholsam und man kann seine Gefühle rauslassen beim Malen, je nachdem welche Musik gerade läuft. Irgendwann an dem Tag schreibe ich dann auch meinem Chef eine SMS und frage ihn, ob er mich Donnerstag oder Freitag im Büro braucht. Meistens geh ich donnerstags nebenbei arbeiten. Also bin ich Donnerstagmorgen um 9 Uhr im Büro, bekomme meine Jobs dort, die ich erledigen soll und mach sie auch. Es ist ein Designbüro und ich bin dort seit Januar 2004, als ich erst mal ein Praktikum im Designbereich gemacht habe. Weil es schon 1,5 Jahre sind, bin ich natürlich schon eingearbeitet und kenne mich mit dem Meisten dort aus. Als ich dort angefangen habe, wusste ich nicht mal was Quark ist... das war aber nicht schlimm, es wurde mir alles beigebracht, genauso wie andere Grundlagen, die man so als Designer braucht, z.B. im Bereich Typografie. Ich bin echt froh über dieses Praktikum und darüber, dass ich da noch weiter arbeiten darf, weil ich immer noch dazu lerne und es richtig Spaß macht. Auch wenn ich mal Fragen hab, kann ich meinen Chef fragen oder wenn ich Platz zum arbeiten brauche, kann ich das Büro benutzen. Es passt alles schön zusammen. Normal hab ich um 17 Uhr Feierabend, außer es ist viel zu tun, dann kann’s auch länger dauern oder es ist wenig zu tun, dann kann ich früher gehen. Diesen Freitag muss ich nicht arbeiten, den Tag nutze ich dann um mit den Aufgaben für nächste Woche anzufangen oder andere Sachen zu erledigen. Ich teile mir das immer so auf, dass ich das Wichtigste zuerst mache. Falls die Zeit z.B. nicht ausreichen würde, hätte ich das wenigstens erledigt. Lektüren und so lese ich meistens in der Badewanne, im Bett, im Garten, da wo man sich so entspannt. Das Wochenende sieht nicht viel anders aus, wenn ich nicht an den Aufgaben sitze, bin ich mit Freunden weg, aber Zeit für mich alleine um wirklich nichts zu machen, bleibt mir sehr wenig, eigentlich gar nicht. Und dann ist wieder Montag. Trotz allem würde ich es nicht anders haben wollen (außer vielleicht, dass der Tag 48 Stunden hat statt 24), es macht Riesenspaß und die Leute sind toll, in der Akademie und genauso auf der Arbeit, wieso sollte ich da tauschen wollen. Die Zeit geht wirklich schnell vorbei, wenn man viel zu tun hat und manchmal viel zu schnell, ein Kalender ist dann echt nützlich.
So sieht ungefähr eine Woche bei mir aus. Wenn das alles keinen Spaß machen würde, würde ich das, glaube ich, nicht sehr lange aushalten.


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